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Musik: CD-Übersicht: Unveröffentlicht: ... außerdem Song-Texte von Anirahtak (im PDF-Format):
Anirahtak - Stimme, Ulrich Lask - Saxophon, Produktion, Jürgen Sturm - Gitarre
(LUXaries CD 24000/2) Anirahtak - Stimme, Jürgen Sturm - Gitarre (Zusammenstellung aus Live-Mitschnitten aus Anlass des 10 jährigen gemeinsamen Bühnenjubiläums) Die meisten der auf dieser CD versammelten Songs wurden vor fünfzig Jahren, manche gar vor über sechzig Jahren geschrieben. Die Liste unübertrefflicher Interpretationen begnadeter Jazzmusiker ist so lang wie sie erdrückend sein könnte. Wer sich heute noch da heranwagt, muss schon Courage und noch "...was zum Sagen haben...", um die berühmte Patin der ausgewiesenen Weill-Interpretin Anirahtak zu zitieren. Sie und Jürgen Sturm haben beides. Den Mut, ein Event-verwöhntes Publikum in den Ruheraum von nur zweien, Ton um Ton Aufmerksamkeit erzwingender Instrumente, Stimme und Gitarre, zu entführen, und sie haben die intellektuelle Distanz, den 'unzeitgemäßen' Texten zeitgenössische Aussagen abzuringen. Anirahtak ist noch nie in die Falle der romantisch ergreifenden Wörtlichkeit gegangen. Doch mit den hier vorgelegten Versionen weitgehend bekannter Standards scheint sie auch auf der - auch stimmlichen - Höhe ihrer Meisterschaft, mit den oberflächlichen und den subkutanen Bedeutungen von Texten zu jonglieren und alle Ernsthaftigkeit in die Dialektik von Beidem zu legen. Ihre absolut konzentrierte Phrasierungskunst gibt es an den Zuhörer zurück, sich für den richtigen Moment der Interpretation zu entscheiden. Jürgen Sturms unbestechliche Arrangements und seine raffiniert unprätentiöse Begleitung legen das sichere Fundament, auf dem sich diese ewig menschlichen Geschichten noch einmal erzählen lassen, und bei aller Kopfarbeit: das geht nur mit einer scheinbar unzeitgemäßen Liebe zu dieser Tradition und dieser Musik. Dies ist keine Millenium-Scheibe, eher ein kluges Herzstück einer Epoche, die man einmal vermissen wird. (LUXaries CD 9403) Anirahtak/ Lovens/ Schmidt/ Sturm Anirahtak - Stimme, Paul Lovens - Perkussion, Ludger Schmidt - Cello, Jürgen Sturm - Gitarre/Komposition, (Texte: Dirk Schulte) Die "Gebete der Nacht" sind eine Komposition von Jürgen Sturm, für vier improvisierende Musiker zu Texten des Rocklyrikers Dirk Schulte. Bei der vorliegenden CD handelt es sich um einen Live-Mitschnitt vom September 1993 in Aachen, Ludwig Forum. Anlass der Uraufführung war ein Kompositionsauftrag des Festivals 'Geöffnete Ohren' 1992 in der Dreifaltigkeitskirche in Aachen. Berthold Franke: "gebete der nacht ...die mauern sind gefallen. man hört, der kapitalismus sei übriggeblieben. die kulturindustrie schluckt ideen und scheißt trends. mit dem untergang jeder mode atmen wir auf - vergeblich. was nachfolgt, ist lediglich noch dicker, kürzer und schneller der verwesung anheimgegeben. künstler werden religiös; orientierung verheißen kult und metaphysik. und nun: gebete der nacht. die nacht ist ein starkes motiv. seit jeher ist sie das reich des asozialen. man arbeitet nicht, ist allein, säuft. man sucht, man findet (...vielleicht), man träumt, liebt; manche beten. kann man vierstimmig beten? das ist zu bezeifeln. die vier protagonisten geben das auch nicht vor. jeder mit seinem instrument behauptet terrain für sich. man ist im gesräch, doch jeder spricht zunächst den eigenen text. auch durchs medium der ungewohnten instrumentation: nicht zu exotisch (als ob man nie gehörte klänge inszenieren wollte), doch fremd im vertrauten und klanglich extrem weit auseinandergespannt. die texte haben keine sorte, meist lakonisch, mal prätentiös; spielmaterial, kein haltepunkt. das ganze ist eh unhaltbar. bei alledem hat die musik einen erstaunlich analytischen gehalt; die fragen die sie aufwirft, lässt sie zwar (wie selbstverständlich) unbeantwortet; antworten jedoch erteilt sie auf fragen, die niemand gestellt hat. genau so geht es uns mit den gebeten: erhört werden sie, wo wir es nicht erwarten; gott schweigt garantiert, wo seine gegenwart erfleht wird (ist jemals ein schülerlein vor der drohenden klassenarbeit gerettet worden?). wer erhört diese gebete? niemand. sie sind und bleiben unerhört (manches an diesem werk wäre in heroischeren zeiten als den unseren der zensur zum opfer gefallen). diese produktion ist kein produkt, sie ist nicht einmal ein zustand. sie probiert zustände aus, verlässt sie. ihr inhalt ist die nacht ohne aussicht auf dämmerung, ist das nicht erhörte gebet (also blasphemie?). es betet, wer kann. das erlösende wort zum ende fehlt: amen" (Nabel CD 4655) Anirahtak & Jürgen Sturm Band Anirahtak - Stimme, Jürgen Sturm - Gitarre, Lothar Galle-M. - Bass, Ludger Singer - Keyboards, Manny Rahier - Schlagzeug Die logische Folge auf die erste Weill-Scheibe und das ausgiebige touren im In- und Ausland ist diese 1992 erschienene CD. Sie beschreibt mit ihrer Auswahl an Liedern den Exilanten Kurt Weill, der von Berlin aus nach Paris emigrierte bis er schließlich nach New York auswanderte. An seinen jeweiligen Stationen arbeitete Weill mit Textern in deren Muttersprache. Auch stilistisch haben die sich ändernden Kulturkreise ihre Spuren in Weill's Kompositionen hinterlassen. So spiegelt diese Produktion, quasi live eingespielt, nicht nur die Entwicklung des Exilanten Weill wieder, sondern auch die der Band. In drei Sprachen führt das Repertoire den Zuhörer vom Berlin der 20er, in eine kosmopolitische Welt der Jetztzeit, mit mehr improvisatorischem Anteil und noch mehr Jazz.
(Nabel LP/CD4638) Anirahtak & Jürgen Sturm Band Anirahtak - Stimme, Jürgen Sturm - Gitarre, Lothar Galle-M. - Bass, Ludger Singer - Keyboards, Manny Rahier - Schlagzeug Dieses 1989 erschienene Album beschäftigt sich mit der Musik von Kurt Weill, dem jüdisch/deutschen Komponisten, der 1933, nachdem er die weltberühmtgewordene "Dreigroschenoper" geschrieben hatte, Deutschland verlassen musste. Er hinterließ eine Vielzahl von Liedern mit sehr unterschiedlichem Bekanntheitsgrad. Anirahtak und die Jürgen Sturm Band nutzen hier vor allem auch dieses Material und verwandeln es, nachdem es entstaubt wurde, in frische geradezu rockig jazzige Lieder. Anirahtak selbst hat es sich zur Aufgabe gemacht den deutschen Texten, darunter viele von Brecht, den erhobenen Zeigefinger zu nehmen und stattdessen Witz und Emotion einzuhauchen. Was Duke Ellington für den amerikanischen Jazzmusiker sein mag ist hier Kurt Weill für diese europäischen Musiker. Kompositionen die Raum lassen für Improvisationen.
Anirahtak - Stimme, Uli Jend - Altsaxophon, Jürgen Sturm - Gitarre, Lothar Galle-M. - Bass, Hans Günter Eisele - Schlagzeug
Anirahtak - Stimme, Ludger Schmidt - Cello, Jürgen Sturm - Gitarre, Komp., Paul Lovens - Perkussion Liederzyklus für vier improvisierende Musiker zu Texten von Dirk Schulte.
"Anirahtak Trio" Live Mitschnitte 2007
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